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Veronika Beschließt Zu Sterben

Roman von PauloCoelho. 1998. ISBN 3257233051


Klappentext

Veronika, die schwarzhaarige junge Slowenin mit den grünen Augen, träumt von einer Pianistenkarriere. Doch sie hat ihren Lebenstraum einem ereignislosen Alltag im Nachkriegs-Ljubljana geopfert, ohne Herausforderung, ohne Risiko, ohne Passion. Eines Morgens beschließt sie, diesem Leben ein Ende zu machen. Doch die Überdosis Schlaftabletten befördert sie nicht, wie erhofft, in den Tod, sondern in eine Irrenanstalt. Als sie erwacht, teilen ihr die Ärzte mit, sie sei herzkrank und habe nur noch wenige Tage zu leben. Angesichts des Todes lernt Veronika nicht nur zu überleben, sondern mit allen Fasern zu leben: Binnen weniger Tage durchmißt sie, umgeben von ihren Mit-Patienten, alle Höhen und Tiefen des Lebens, beginnt für ihre Zukunft zu kämpfen und verliebt sich zum ersten Mal. Der Roman knüpft an eine dramatische Zeitin Coelhos eigenem Leben an, als er zwischen 18 und 20 mehrmals in eine psychiatrische Heilanstalt eingeliefert wurde. Coelho hat mit Veronika beschließt zu sterben ein wunderbares Buch über Normalität und Anderssein geschrieben, über die nötige Prise "Verrücktheit", die es zum Leben braucht, sowie über den Mut, den eigenen Lebenstraum Wirklichkeit werden zu lassen.

Rezensionen

Inhaltsangabe

Die 24-jährige Slowenin Veronika verzweifelt an der "Normalität" ihres Lebens und nimmt eine Überdosis Schlaftabletten. Der Selbstmordversuch misslingt jedoch und sie erwacht in einer psychiatrischen Klinik. Allerdings hat sie sich einen schweren Herzschaden zugezogen und höchstens noch 5-6 Tage zu leben. Diese Zeit durchlebt sie sehr intensiv, in Gesprächen mit anderen mehr oder weniger verrückten Insassen, bis sie schließlich an ihrem letzten Lebenstag mit dem schizophrenen Eduard ausbricht um ihre letzten Stunden zu genießen und zu sterben.

Meinung(en)

Obwohl Veronika beschließt zu sterben recht ernste Themen berührt - das Verzweifeln am Leben, das in Normen gezwungen werden, Selbstmord, das Verrücksein - besitzt der Roman die Leichtigkeit eines Märchens. Veronika begegnet anderen prototypischen Verrückten, der an Depression leidenden Zedka, der von Angstanfällen verfolgten Anwältin Mari, dem jungen schizophrenen Eduard und einer "Bruderschaft" von Normalen, die die Freiheiten der Klinik genießen. Die märchenhafte Botschaft ist die, am eigenen Anderssein nicht zu verzweifeln, sondern das Stückchen eigenes Verrücktsein anzunehmen, das man zum Leben braucht. Ein Buch das vielleicht vereinfacht, aber mit einer sympathischen Botschaft, die an jeden angeht: Normen bzw. Normalität nicht so tierisch ernst zu nehmen. -- HelmutLeitner 17. Mai 2005 12:24 CET

Superschön die letzten Stunden der Veronica - genial beschrieben vom verrückten Paulo muss ich sagen... er durchleuchtet die halbtote Welt der Gesellschaft - durch die Ignoranz vieler Leute ist Veronica soweit gekommen, sich umbringen zu wollen. - Mir hat's gut gefallen, das Buch; man muß aber sagen, daß man sich schon mit der Materie befaßt haben muß, sonst findet man es vermutlich recht seltsam und auch falsch. - In diesem Kontext stelle ich mir die Frage, hervorgerufen auch durch den ungeklärten "Unfall" eines Freundes, ob man Selbstmord auch als Mord durch die "Anderen", den Rest der Menschheit sehen kann. --FloK, 24.5.

Weitere Buchempfehlungen zu den Themen Trauer und Tod sowie zu den dazugehörigen Lebenslagen können hier eingesehen werden.


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